Betriebliche Altersvorsorge (bAV) Schicht II

Die betriebliche Altersvorsorge ist Teil der 2. Schicht der Altersvorsorge und ist eine weit verbreitete Form der Altersvorsorge. Wir beschäftigen uns in diesem Artikel speziell mit der Direktversicherung, da diese für unsere Kunden die wichtigste Form darstellt. Hier erhalten Sie einige Informationen zum Thema betriebliche Altersvorsorge. Wenn Sie weiterführende Fragen zu dieser Vorsorgeform haben, stehen wir Ihnen gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung.

Einzelheiten zur betrieblichen Altersvorsorge

Wer kann sie machen?
Welche Förderung gibt es?
Was muss ich beachten?
Wie wird mein Geld angelegt?

Wer kann sie machen?

Betriebliche Altersvorsorge kann Arbeitnehmern – genauer: Angestellten, Arbeitern, Auszubildenden und (nicht-)beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern einer GmbH – sowie Mitgliedern des Vorstandes einer Aktiengesellschaft zugesagt werden.

Weiterhin kann betriebliche Altersversorgung Betriebsfremden aus Anlass einer (ausschließlichen) Tätigkeit für ein Unternehmen zugesagt werden.

Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, haben einen Rechtsanspruch auf Umwandlung von Gehaltsteilen in eine betriebliche Altersversorgung (sogenannte Entgeltumwandlung), § 1a i.V.m. § 17 BetrAVG. Der Anspruch besteht bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der DRV.


nach oben

Welche Förderung gibt es?

Die betriebliche Altersvorsorge wird mit Steuer- und Sozialabgabenvorteilen gefördert. Insgesamt gibt es in der betrieblichen Altersvorsorge 5 Durchführungswege:

  1. Die Direktversicherung
  2. Die Pensionszusage/ Direktzusage
  3. Die Unterstützungskasse
  4. Der Pensionsfonds
  5. Die Pensionskasse

Der einfachste und meist genutzte Weg der betrieblichen Altersvorsorge ist die Direktversicherung in Form einer Entgeltumwandlung nach § 3(63) ESTG. Hier dürfen 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der DRV steuer- und sozialabgabenfrei direkt vom Bruttoeinkommen in den Versicherungsvertrag gespart werden. Das bedeutet für den Arbeitnehmer das er durch die Einzahlung sein Bruttoeinkommen mindert und damit nicht mehr so viel Steuern und Sozialabgaben bezahlt.

Hier ein kleines Beispiel:

Unter der Voraussetzung das noch keine Direktversicherung nach § 40 b EStG besteht, darf zusätzlich zu oben genanntem Beitrag noch eine steuerfreie Einzahlung von 1.800 € pro Jahr in den Vertrag geleistet werden.

Die betriebliche Altersvorsorge ist somit ein sehr stark gefördertes Instrument der Vorsorge für die Rente. Aber es gibt einiges zu beachten!

nach oben

Was muss ich beachten?

  • Der Arbeitgeber kann bestimmen mit welcher Gesellschaft Sie einen Vertrag zur Entgeltumwandlung schließen dürfen.
  • Die Versorgungszusage gehört nicht immer automatisch Ihnen. Die sofortige Unverfallbarkeit gilt nur für reine Entgeltumwandlungen ohne Einzahlungen des Arbeitgebers. Zahlt der Arbeitgeber mit ein, muss eine sofortige Unverfallbarkeit vorher vereinbart werden.
  • Sie sind nicht der Inhaber des Vertrags. Versicherungsnehmer ist immer der Arbeitgeber.
  • Sie können den Vertrag nicht vorzeitig zurückkaufen.
  • Auszahlungen sind immer steuer-, sowie kranken- und pflegeversicherungspflichtig. Auch bei Einmalauszahlungen. 
  • Die betriebliche Altersvorsorge ist Hartz IV sicher. Guthaben werden nicht angerechnet.

nach oben

Wie wird mein Geld angelegt?

Folgende Anlagemöglichkeiten gelten nur für die Direktversicherung. Haben Sie einen anderen Durchführungsweg gewählt, oder Sie interessieren sich dafür, treffen diese Aussagen nicht immer zu. Bei der Direktversicherung gibt es die selben Möglichkeiten wie bei der privaten Rentenversicherung. Es kommt immer ein bisschen darauf an wie viel Risiko man persönlich eingehen möchte. Bei der betrieblichen Altersvorsorge sind die eingezahlten Beiträge immer garantier. Man unterscheidet grundsätzlich in diesen Kategorien:

  • Klassische Rentenversicherung

Hier ist die Sicherheit ganz klar im Fokus. Es gibt in der Regel noch einen Garantiezins (es gibt auch schon viele Modelle ohne Garantiezins) und eine Überschussbeteiligung. Diese bilden die Gesamtverzinsung. Ihr Geld wird hier im sogenannten Sicherungsvermögen (Deckungsstock) der jeweiligen Versicherungsgesellschaft angelegt. Sie als Kunde können die Kapitalanlagepolitik nicht beeinflussen. Sie sehen auch nicht welche Anlagen im Einzelnen getätigt werden. Die Anlagestruktur des Sicherungsvermögens ist eher konservativ. Die größte Anlageklasse stellen hier festverzinsliche Wertpapiere mit einer sehr guten Bonität, z. B. deutsche Bundesanleihen. Da diese Formen der Anlage aktuell sehr schlecht verzinst werden, sinken die Überschussbeteiligungen seit vielen Jahren.

  • Indexpolice

Eine Sonderform der klassischen Rentenversicherung. Hier wird in der Regel garantiert das kein Verlust entstehen kann. Die Wertentwicklung hängt dann von einem gewählten Index (z.B. der DAX) ab. Die Idee ist an positiven Wertentwicklungen an der Börse teilzuhaben ohne Verluste hinnehmen zu müssen. Die Indexpartizipation wird über den Kauf eines Optionsscheins dargestellt. Anders als bei einem Indexfonds (ETF). Bei der Indexpolice werden keine Aktien gekauft. Die Indexpolice ist eine relativ intransparente Form der Altersvorsorge.

  • Fondsgebundene Rentenversicherung

Hier ist die Rendite ganz klar im Fokus. Es werden direkt Anteile an Investmentfonds gekauft und gehalten. Dadurch hat man 100 % in der Hand wie die Anlage strukturiert ist. Sie können z. B. ökologisch Nachhaltig investieren oder in bestimmte Branchen und Regionen. Vorsicht: Bei der betrieblichen Altersvorsorge ist immer eine Beitragsgarantie enthalten. In diesem Fall gilt das nur für den Teil der freien Anlage. Durch den Mantel der Rentenversicherung unterliegen die Fonds während der gesamten Anspardauer keiner Versteuerung (nachgelagerte Versteuerung).

nach oben


Natürlich variieren die Details und die Möglichkeiten von Anbieter zu Anbieter. Deshalb ist eine spezielle Analyse Ihrer persönlichen Wünsche besonders wichtig. Mit Hilfe der Analyse können wir herausfinden welche Form der betrieblichen Altersvorsorge für Sie in Frage kommt und welcher Anbieter hier das beste Angebot für Sie macht.


Termin vereinbaren Vergleich anfordern

FacebookXINGYouTube
Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies, der Erhebung von Daten durch Google Fonts, der Erhebung von Daten durch Google Maps, der Erhebung von Daten durch YouTube, sowie dem Tracking Ihres Nutzungsverhaltens durch Google Analytics zu. Einzelheiten zur Nutzung von Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Information nach §11 Versicherungsvermittlungsverordnung – VersVermV zum Download als PDF
Persönliche Beratung gewünscht?
Ich wünsche eine persönliche Beratung und möchte Kontakt mit einem Berater aufnehmen.

Beraten lassen
Ich verzichte auf eine persönliche Beratung und möchte mit dem Besuch der Seite fortfahren.


Fortsetzen
Gemäß neuer gesetzlicher Vorgaben (Insurance Distribution Direktive - IDD) zu Fernabsatzverträgen sind wir dazu verpflichtet, an dieser Stelle auf unsere Beratungspflicht hinzuweisen.